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ließ dich auf einer braunen Stute zurück, Chya Vanye, und
danach wähltest du Liells Pferd. Das nahm ich im ersten
Augenblick an, als du mir nachrittest, und ich hatte keine Lust
auf Liells Gesellschaft. Ich war überrascht, als ich dann dich
entdeckte.«
»Lady!« rief er und streckte die Arme aus, um zu zeigen, daß
keine Gefahr von ihnen ausging. »Ich habe dir geschworen&
Lady, ich habe dich nicht getäuscht. Gewiß könnte das nicht
geschehen, ohne daß ich es wüßte. Ich würde es doch wissen,
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oder?«
Ohne ihn aus den Augen zu lassen, ohne eine Sekunde in
ihrer Wachsamkeit nachzulassen, stand sie auf und zog sich an
die Stelle zurück, an der sie Mantel und Schwert verstaut hatte.
»Sattle mein Pferd!« befahl sie.
Er bewegte sich vorsichtig und führte die Anordnung aus, in
dem Bewußtsein, daß sie mit der Waffe hinter ihm stand. Als
er fertig war, half er ihr auf das Tier, und sie belauerte ihn
dabei, selbst in dem Augenblick, da sie sich über den Sattel
schwang. Dann zog sie ihr Tier herum und näherte sich dem
Schwarzen. Plötzlich erkannte er ihre Absicht; sie wollte das
Tier umbringen und ihn zurücklassen, da sie ihn, ihren ilin,
nicht töten konnte.
Er warf sich dazwischen, hob in entrüstetem Entsetzen den
Kopf; es brachte keine Ehre, so etwas zu tun, den ilin-Eid zu
mißbrauchen, das Pferd eines Mannes zu töten und ihn hilflos
zurückzulassen. Und eine Sekunde lang stand auf ihrem
Gesicht ein dermaßen wilder Ausdruck, daß er Angst hatte, sie
würde ihre Waffe gegen ihn und das Tier erheben.
Plötzlich zerrte sie Siptahs Kopf nach Norden herum und ga-
loppierte davon, ihn zurücklassend.
Eine Sekunde lang starrte er ihr nach, verblüfft, in dem Be-
wußtsein, daß sie verrückt geworden sein müsse.
Und er ebenfalls.
Er fluchte und raffte seine Sachen zusammen, warf den
Sattel auf den Schwarzen, zog den Gurt fest, zerrte sich hoch
das Tier wußte inzwischen, daß er zum Grauen gehörte. Das
Pferd bedurfte des Ansporns nicht, um sich anzustrengen; es
galoppierte hügelabwärts um eine Biegung, durch einen Bach
und wieder bergauf, den trabenden Grauen einholend.
Vanye rechnete jeden Augenblick damit, daß ein Pfeil ihn
oder das Pferd treffen würde; Morgaine drehte sich im Sattel
um und sah ihn kommen. Aber sie unternahm nichts, sondern
zügelte ihr Tier.
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»Ihr seid ein Idiot«, sagte sie, als er aufgeschlossen hatte.
Dabei sah sie aus, als hätte sie am liebsten geweint, aber sie tat
es nicht. Sie schob ihre schwarze Waffe wieder hinten in den
Gürtel, unter den Mantel, und blickte ihn kopfschüttelnd an.
»Und Ihr seid Kurshin. Niemand sonst könnte so ehrlich-
blöd sein! Zri wäre auf jeden Fall ausgerückt, es sei denn, er
wäre plötzlich mutiger als früher. Wir sind nicht mutig, wir,
wie wir dieses Spiel mit den Toren spielen; es gibt zuviel zu
verlieren, um sich den Luxus der Tugendhaftigkeit und des
Mutes zu leisten. Ich beneide dich, Kurshin, ich beneide jeden,
der sich eine solche Geste leisten kann.«
Vanye preßte die Lippen zusammen. Er kam sich dumm vor
und war beschämt in der Erkenntnis, daß sie versucht hatte, ihn
zu erschrecken; nichts ergab einen Sinn für ihn ihre
Stimmungen, ihr Mißtrauen ihm gegenüber. Seine Stimme
klang brüchig: »Ich bin leicht zu täuschen, liyo, viel leichter als
du; deine einfachsten Tricks verblüffen mich, und so mancher
macht mir angst.«
Sie gönnte ihm keine Antwort.
Zuweilen musterte sie ihn mit Blicken, die ihm nicht
gefielen. Die Atmosphäre zwischen ihnen war vergiftet.
Verschwinde, sagte der Blick. Verschwinde, ich halte dich
nicht auf.
Er wollte sie auf keinen Fall gekränkt zurücklassen,
außerdem brauchte sie ihn. Es gab Eidbrüche und Eidbrüche;
ein ilin-Band zu brechen, in einem Augenblick, da sie auf sich
selbst aufpassen konnte, war eine schlimme Sache, doch jetzt
verhielt sie sich in einer Weise, die ihn überzeugte, daß sie der
Vernunft weit entrückt war.
Am Himmel wurde es hell, es entwickelte sich ein
trübsinniger, kalter Morgen. Wolken rollten aus dem Norden
herbei.
Und ziemlich früh am Morgen senkte sich das Land vor
ihnen, und die Berge öffneten sich zum Hang von Irien.
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Es war ein breites Tal, ein hübsches Panorama. Sie
verhielten am Rand der weiten Senke, und Vanye wußte nicht
genau, ob dies nun der Ort war. Aber dann erkannte er, daß die
gegenüberliegende Flanke in den Hang Ivrels überging und daß
sich tief unten eine kahle Stelle befand. Sie waren noch zu weit
entfernt, um Details wie einzelne Stehende Steine
auszumachen, aber er nahm an, daß so etwas in der Mitte der
Erscheinung zu finden war.
Morgaine sprang von Siptahs Rücken und nahm sich die
Zeit, Wechselbalg vom Sattel zu lösen, woraus er schloß, daß
sie einen längeren Aufenthalt plante. Er stieg ebenfalls ab. Als
sie aber kehrtmachte und sich ein Stück am Hang entfernte,
nahm er nicht an, daß er ihr folgen durfte. Er setzte sich auf
einen großen Stein und wartete, den Blick in die Tiefe des Tals
gerichtet. Er stellte sich die vielen tausend Männer vor, die dort
hinabgeritten waren an einem jener grauen
Frühlingsvormittage, die die Täler mit Nebel füllen, er stellte
sich vor, wie sich Männer und Pferde wie Gespenster durch
den dichten Dunst bewegten, wie die Dunkelheit alles
verschluckte, wie die Winde den Nebel wie Rauch in einen
Kamin zogen.
Heute früh jedoch waren da tiefhängende Wolken und eine
Wintersonne und tief unten Gras und Bäume. In hundert Jahren
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De nihilo nihil fit - z niczego nic nie powstaje.
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